Wissenswertes rund ums Fenster

Energiesparendes Lüften

Neue Fenster sind aufgrund des guten Wärmeschutzes im Vergleich zu alten Fenstern extrem luftdicht. Feuchte Raumluft bleibt deshalb im Gebäude eingeschlossen. Zum Schutz der Gesundheit, aber auch zur Schadensvermeidung in den Wohnräumen, muss regelmäßig gelüftet werden.

Zum energiesparenden Lüften sollen sich gegenüberliegende Flügel ca. 3-mal täglich in Drehstellung geöffnet werden. Bei niedriger Außentemperatur reichen ca. 5 Minuten, bei milderen Temperaturen sind ca. 15 Minuten und in den Sommermonaten ca. 20 Minuten Lüftungsdauer erforderlich.

Bei Dauerlüftung in Kippstellung wird unnötig Energie verschwendet.

Fensterprofile Klasse RAL A oder B – wo liegt der Unterschied?

RAL-A-Profile mit 3 mm Materialdicke der Sichtflächen sind bewährt formstabil. Das ist ausschlaggebend dafür, dass Wind- und Regendichtigkeit, Schalldämmung sowie die Funktion der Beschläge dauerhaft erhalten bleiben.

Die meisten Fensterprofile sind jedoch in Klasse RAL B eingestuft: Sie haben wegen geringerer Materialdicke rund 10 % weniger Stabilität. Fenster aus B-Profilen können deshalb günstiger angeboten werden, sind aber in Wert und Funktionssicherheit nicht vergleichbar.

Einbruchhemmende Fenster

Alte Fenster wie auch neue Niedrigpreis-Fenster haben keinen wirksamen Einbruchschutz. Außerdem werden auf dem Fenstermarkt viele irreführende Bezeichnungen für einbruchhemmende Fenster verwendet.

Klar definiert sind einbruchhemmende Fenster in der Norm EN 1627, z.B. für die Klassen RC 1 N, RC 2 N, RC 2 oder RC 3. Diese Fenster müssen geprüft, zertifiziert und gekennzeichnet sein. Nur dann ist sichergestellt, dass sie auch der Norm entsprechen und den erwarteten Einbruchwiderstand leisten.

Die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen empfehlen als Mindestschutz RC 2 mit Sicherheitsbeschlag, durchwurfhemmender Verglasung (Klasse P4A) und abschließbarem Fenstergriff (100 Nm).

So bleibt der Lärm einfach draußen

Lärm schadet der Gesundheit. Mit Schallschutz-Fenstern lassen sich Lärmbelastungen vermeiden. Je nach gefordertem Lärmschutz sind die verwendeten Schallschutz- und Energiesparscheiben außen und innen unterschiedlich dick. Verbundgläser mit Schallschutzfolien gewährleisten höchsten Schallschutz. Auch die Dichtigkeit zwischen Rahmen und Flügel durch eine Mitteldichtung und die fachgerechte Abdichtung zur Mauer bei der Fenstermontage spielen eine wichtige Rolle, um sich gegen Lärm abzuschirmen.

Energieausweis – ein Muss für Neubau, Sanierung, Verkauf und Vermietung

Die Energieeinsparverordnung (EnEv) fordert den Energieausweis zur energetischen Bewertung von Neubauten und bei umfassender Gebäudesanierung. Aktuell erstellte Ausweise gelten für 10 Jahre und sind in die Effizienzklassen A bis H eingeteilt. A und B entsprechen heutigem Neubauzustand. Gut gedämmte Neubauten in Klasse A haben einen Energiebedarf von 30 bis 50 kWh/(m² · a), ältere Wohngebäude in D bis E 100 bis 160 kWh/(m² · a)*.

Auch bei Verkauf oder Vermietung einer Immobilie muss der Eigentümer einen Energieausweis erstellen lassen.

 

* Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr

Zuschüsse und zinsgünstige Kredite vom Staat

Je nach Investitionsumfang unterstützt die KfW-Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederaufbau) in Verbindung mit der Hausbank Investitionen in den Bereichen Energieeffizienz, Einbruchhemmung und barrierefreies Bauen. Die finanzielle Förderung richtet sich nach verschiedenen Kriterien, z. B. der Immobiliengröße oder der Anzahl der Wohneinheiten.

Deshalb ist es empfehlenswert, sich vor der Auftragserteilung bei der KfW detailliert zu informieren. Besonders attraktiv sind die rückzahlungsfreien Zuschüsse für Ein- und Zweifamilienhäuser.